CONTEXTUAL ESSAY

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IDENTITY I: Bilderheft

The initial exhibition in the series, Identity I – Biography, reflects upon the relationship of biography and identity, as the ongoing process of day-to-day identity negotiation. How does one deal with biographical self-awareness in today's society?
The selected artworks demonstrate how, for any phase of life and developmental task at hand, there exist various contradictory and divergent identity fragments that dominate in any given biography; and these fragments of self must be synthesized through the interplay of demands coming from within and without.

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ARTISTS

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No Fetish, No Flirtation

An icy white blanket that covers the remainders of the now dead flora beneath it: life stilled. A frozen surface that breaks under bursting fresh innards. Splatters of blood cover the snowy white ground.

From the gutted animal situs the lobes of the liver and the gushing intestines glow, lung and heart run along the gristly esophagus: vital organs in humans and cattle alike. On this runway of multiple innards, lined up like a chain of pearls, Judith Pichlmüller walks unerringly and respectfully in her high heels.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Je est une autre

In ihrer Serie „Larva" (1985-2009) enthüllt die Künstlerin Andrea-Sunder-Plassmann den Blick auf vierundzwanzig Selbstportraits. Ihre fotografischen Autoportraits zeigen (Sinn-)bilder einer verletzten Seele, voll schutzlosem Schwermut. Sunder-Plassmann offenbart sich dialogisch in einem peinigenden, labilen und vor allem privaten Moment: zwischen Bekenntnis und Maskierung, zwischen Wahrheit und Stilisierung; aus Selbstschutz mag sie entschieden haben, diese Arbeiten zeitverzögert - nach 23 Jahren - erstmals öffentlich zu präsentieren.

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CONTEXTUAL ESSAY

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ZeitRäume inszenieren und erinnern

Im Rahmen seiner in der Wiener Galerie Denkraum gezeigten Ausstellung „ZeitRäume" fasst Michael Michlmayr Arbeiten zusammen, in welchen er Menschen im Stadtraum arrangiert; einmal zufällig positioniert, ein anderes Mal geometrisch angeordnet oder in horizontalen wie vertikalen Streifen aufgereiht.
Nicht nur verleiht er dem Raum dabei einen Rhythmus, sondern erzeugt „Zeitspekulationen" aufgrund der kinematographischen Verwandtschaft.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Schwellen, Übergänge, Passagen

Judith Fegerls performative Installation ermöglicht den BesucherInnen, die imaginierten Grenzen zwischen Kunst und Leben zu hinterfragen und sich selbst als autopoietischer Teil der ephemeren Skulptur zu konstituieren. Die Passagegalerie als Blutspendezentrale markiert dabei einen Hub, einen Knotenpunkt als Sammelpunkt: Verschlungene Stromkabel und Gummischläuche bilden die Schnittstelle zu den Blut spendenden Menschen und formieren einen Kreislauf.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Times Spaces

FOTONOVIEMBRE 2009 reúne obras en las que Michlmayr coloca personas y edificios dentro de un contexto urbano de una manera supuestamente casual, a veces los organiza geométricamente, o los alinea en filas horizontales y verticales. Los miramos desde lo alto, como si se tratara de un mapa, de pie frente a un edificio, o como si se enfrentaran a la experiencia (urbana) del espacio desde el suelo.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Keine Barrieren – kein Hausarrest

Stereotype Afrikabilder scheinen sowohl die Produktion als auch die Rezeption zeitgenössischer afrikanischer (Tanz-)Performances zu infiltrieren, so meine an die Kulturwissenschaften angelehnte Hypothese. Die Brisanz dieses Verdachts sollen drei zentrale Ansätze illustrieren.

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REVIEW

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Wi(e)der die Klischees

„[...] these photographers clearly express their love for the land, its history, and people." so Rose Issa als Herausgeberin des inspirierenden Bildbands Iranian Photography Now. Darin versammelt die renommierte Kuratorin 36 aktuelle iranische FotografInnen und entfaltet in ihrem Textbeitrag die Relevanz historischer Dimensionen.
Melancholisch fokussiert die Themenfülle persönliche Lebenswelten, nimmt lieber Menschen als Objekte ins Blickfeld und kristallisiert eine Gegenüberstellung von Privatleben und öffentlicher Person, von Mann und Frau, von Tradition und globaler Gegenwart. Die raren Außenaufnahmen sind durchwirkt vom Gedenken an Erdbeben- oder Kriegstote.

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PEER REVIEWED ARTICLE

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Postmodernity’s Vertigo: Chance and Increase of Contingency in Performance and Film

Since early modernity, art, philosophy, and science have appropriated the potential of disorder inherent in chance as a principle of innovation. In contemporary aesthetic discourse, turbulences of chance are operationalized by artists for their critique of causality, calculability and subjective command of action, and bear a radicalised signature.

Keywords: chance, exponential increase of chance, contingency, performance, film, Joel and Ethan Coen, Xavier Le Roy.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Sharing Spaces: Reality Check Johannesburg

Sonntagnachmittag in Downtown Johannesburg, auf der Suche nach dem brandneuen Kunstareal Arts on Main: So mancher Taxifahrer soll dieses Fahrtziel schon verweigert haben.
Längst hat das GPS die Orientierung verloren und wie so oft scheint kein Straßenschild in Sicht. „Leisten Sie im Gewaltfall keinen Widerstand, fallen Sie nicht als Tourist auf“, so lauten die Spielregeln, auch für die Art Crowd.

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REVIEW

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Dichotomien des israelischen Alltagslebens

Wie konstituiert sich Alltagsleben in Bildern eines gespaltenen Landes, in welchem Angst statt Hoffnung floriert, wo Gefahr zur Normalität geraten ist, wo dem Ankommen die Vertreibung vorausgeht? Als Teil einer Serie des Jewish Museum übernahm das Berliner Jüdische Museum anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels die Ausstellung Dateline Israel. New Photography and Video Art.
Mittels Fotografie, Film und Video thematisieren die KünstlerInnen zwischen externer und interner Sicht, dass die Gewalt im israelischen Alltagsleben nicht nur das Land selbst betrifft, sondern nach dem Scheitern des Osloer Friedensprozesses den Zusammenhang zwischen Lokalpolitik und globaler Gegenwart exemplifiziert.

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CONTEXTUAL ESSAY

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Im Zirkus der Kunst. Dualismen und Heterotopien bei Moussa Kone

Wie in früheren Serien eröffnet Kone ein Universum von Dualismen in kontrastierender schwarz-weißer Tonalität. In einer rhizomatisch unterwanderten Gegenwart markiert der Künstler die Gegensätzlichkeiten von Natur und Stadt, von Mensch und Tier, von Gefühl und Vernunft, von Bühne und Leben, von Spiel und Regungslosigkeit.

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© www.artandtheory.net — Claudia Marion Stemberger 2017